Taschenkrebs
Taschenkrebs – Die robuste Delikatesse aus dem Nordostatlantik
Der Taschenkrebs gehört zu den bekanntesten und hochwertigsten Speisekrebsen Europas. Mit seinem kräftigen, ovalen Panzer und den massiven Scheren ist er leicht zu erkennen. Besonders geschätzt wird er für sein zartes, leicht süßliches Fleisch, das in der gehobenen Küche als Delikatesse gilt.
Der wissenschaftlich als Cancer pagurus bezeichnete Taschenkrebs lebt in den kühlen Gewässern des Nordostatlantiks. Er bewohnt felsige Küsten, Sand- und Kiesböden und verbringt den Tag häufig gut versteckt zwischen Steinen und Felsspalten. In den Abendstunden geht er auf Nahrungssuche.
Steckbrief – Wissenswertes über den Taschenkrebs
Deutscher Name: Taschenkrebs
Wissenschaftlicher Name: Cancer pagurus
Familie: Cancridae
Lebensraum: Nordostatlantik, Nordsee, Ärmelkanal und angrenzende Küstengewässer
Besonderheit: Große, kräftige Scheren mit schwarzer Spitze
Lebenserwartung: Bis zu 20 Jahre
Panzerbreite: Meist 15–25 cm, maximal über 30 cm
Gewicht: Häufig zwischen 500 g und 3 kg
Lebensweise und Vorkommen
Der Taschenkrebs lebt bevorzugt auf felsigem oder sandigem Meeresboden in Tiefen von etwa 5 bis über 100 Metern.
Zu seiner Nahrung gehören:
Muscheln
Schnecken
Seeigel
Krebstiere
Würmer
Aas
kleine Fische
Mit seinen kräftigen Scheren kann er selbst harte Muschelschalen problemlos knacken.
Geschmack und Eigenschaften
Der Taschenkrebs zählt zu den hochwertigsten Speisekrebsen Europas.
Typische Merkmale:
zartes, weißes Fleisch
leicht süßliches Aroma
feste, saftige Konsistenz
hoher Fleischanteil in den Scheren
aromatischer Geschmack
Besonders das Fleisch aus den Scheren gilt als Delikatesse.
Taschenkrebs – Ein Klassiker der europäischen Küche
Vor allem in Großbritannien, Frankreich, Spanien und Irland besitzt der Taschenkrebs eine lange kulinarische Tradition.
Besonders beliebt ist er:
gekocht
gedämpft
als Krabbensalat
in Suppen
in Pasta
auf Meeresfrüchteplatten
mit Knoblauchbutter
Sein feines Fleisch harmoniert hervorragend mit Zitrone, Kräutern und leichten Saucen.
Welche Alternativen findet man häufig an der Fischtheke?
Wer keinen Taschenkrebs erhält, findet häufig folgende Alternativen:
Wer das feine Krebsfleisch schätzt, findet besonders in Königskrabbe oder Hummer hochwertige Alternativen.
Verwendung in der Küche
Der Taschenkrebs eignet sich für zahlreiche Gerichte.
Beliebte Servierideen:
klassisch gekocht
gedämpft
Krabbensalat
Meeresfrüchteplatte
Pasta
Risotto
Fischsuppe
mit Kräuterbutter
Das ausgelöste Fleisch eignet sich hervorragend für kalte und warme Speisen.
Nährwerte und Gesundheit
Der Taschenkrebs liefert zahlreiche wertvolle Nährstoffe.
Er enthält unter anderem:
hochwertiges Eiweiß
Omega-3-Fettsäuren
Vitamin B12
Jod
Selen
Zink
Phosphor
Durch seinen geringen Fettgehalt und den hohen Eiweißanteil eignet sich Taschenkrebs hervorragend für eine ausgewogene Ernährung.
Nachhaltigkeit
Der Taschenkrebs stammt überwiegend aus Wildfang im Nordostatlantik. Gefangen wird er meist mit Reusen oder Körben, wodurch Beifang und Schäden am Meeresboden vergleichsweise gering ausfallen. Beim Kauf empfiehlt es sich dennoch, auf die Herkunft sowie auf nachhaltig bewirtschaftete Fischereien und entsprechende Zertifizierungen zu achten.
Fazit
Der Taschenkrebs (Cancer pagurus) zählt zu den beliebtesten Speisekrebsen Europas. Sein zartes, leicht süßliches Fleisch und der hohe Fleischanteil in den kräftigen Scheren machen ihn zu einer echten Delikatesse.
Ob gekocht, gedämpft oder als Bestandteil feiner Meeresfrüchtegerichte – der Taschenkrebs überzeugt durch seinen ausgezeichneten Geschmack und seine vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten.