Der große Fisch-Ratgeber zum Braten, Grillen, Backen und Dünsten
Fisch ist unglaublich vielseitig. Doch nicht jede Fischart eignet sich gleichermaßen für jede Zubereitungsart. Während ein festes Lachsfilet oder ein kräftiger Thunfisch hervorragend auf dem Grill funktioniert, sind feine Fischarten wie Seezunge oder Scholle besonders gut für die Pfanne geeignet. Kabeljau, Seelachs oder Seehecht wiederum sind echte Allrounder.
Wer vor der Fischtheke oder beim Onlinekauf steht, stellt sich deshalb häufig die Frage:
Welcher Fisch eignet sich eigentlich für welches Gericht?
In unserem großen Fisch-Ratgeber zeigen wir Ihnen, welche Fischarten sich besonders gut zum Braten, Grillen, Backen, Dünsten oder Räuchern eignen und worauf Sie bei der Zubereitung achten sollten.
Welcher Fisch eignet sich zum Braten?
Für die Pfanne eignen sich besonders Fischarten mit einer ausreichend festen Fleischstruktur. Das Filet sollte beim Wenden möglichst nicht zerfallen.
Sehr gut zum Braten geeignet sind beispielsweise:
- Lachs
- Kabeljau
- Zander
- Rotbarsch
- Steinbeißer
- Heilbutt
- Seehecht
- Seeteufel
- Wolfsbarsch
- Dorade
- Forelle
- Lachsforelle
Besonders praktisch sind Fischfilets und Loins. Loins werden aus dem besonders dicken Rückenbereich des Fisches geschnitten und besitzen eine gleichmäßige, kompakte Struktur.
Dadurch lassen sie sich hervorragend portionieren und in der Pfanne zubereiten.
Fisch richtig braten
Vor dem Braten sollte das Fischfilet möglichst trocken sein. Tupfen Sie es deshalb vorsichtig mit Küchenpapier ab.
Anschließend etwas Öl oder Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und den Fisch zunächst auf einer Seite braten. Besitzt das Filet Haut, wird es normalerweise zuerst auf der Hautseite gebraten.
Wichtig ist vor allem:
Fisch nicht ständig wenden.
Lassen Sie ihn zunächst in Ruhe braten, damit sich eine schöne Oberfläche entwickeln kann.
Welcher Fisch eignet sich zum Grillen?
Fisch vom Grill gehört für viele Menschen inzwischen genauso zum Sommer wie Bratwurst und Steak.
Für den Grill eignen sich vor allem Fischarten mit festem Fleisch, da sie beim Wenden weniger schnell auseinanderfallen.
Besonders gut geeignet sind:
Ganze Doraden und Wolfsbarsche sind echte Grillklassiker. Die Bauchhöhle lässt sich wunderbar mit Zitrone, Knoblauch und frischen Kräutern füllen.
Auch Lachs eignet sich hervorragend für den Grill – als Filet, portioniertes Stück oder beispielsweise auf einem Grillbrett.
Garnelen gehören ebenfalls auf den Grill
Nicht nur Fisch eignet sich hervorragend zum Grillen.
Auch Black Tiger Garnelen, White Tiger Garnelen oder Kaisergranat lassen sich wunderbar auf dem Grill zubereiten.
Garnelen benötigen dabei nur eine kurze Garzeit. Etwas Knoblauch, Olivenöl, Zitrone und frische Kräuter reichen häufig schon aus.
Damit sind Garnelen eine hervorragende Alternative oder Ergänzung zum klassischen Grillfisch.
Welcher Fisch eignet sich für den Backofen?
Der Backofen ist eine besonders unkomplizierte Möglichkeit, Fisch zuzubereiten.
Geeignet sind sowohl Filets als auch ganze Fische.
Sehr gute Ofenfische sind:
Besonders ganze Fische lassen sich im Backofen sehr aromatisch zubereiten.
Eine Dorade, Forelle oder ein Wolfsbarsch kann beispielsweise mit Zitrone, Kräutern, Knoblauch und etwas Olivenöl gefüllt und anschließend schonend gegart werden.
Dazu passen Kartoffeln und mediterranes Gemüse, die praktischerweise gleich mit in den Ofen können.
Welcher Fisch eignet sich zum Dünsten?
Dünsten gehört zu den besonders schonenden Zubereitungsmethoden.
Dabei wird der Fisch mit wenig Flüssigkeit und bei vergleichsweise moderater Temperatur gegart.
Besonders gut eignen sich:
Als Flüssigkeit können beispielsweise Fischfond, Gemüsebrühe oder etwas Weißwein verwendet werden.
Durch die schonende Zubereitung bleibt das Fischfleisch wunderbar saftig.
Welcher Fisch eignet sich für Fischsuppe?
Für eine gute Fischsuppe sind festfleischige Fischarten besonders praktisch.
Dazu gehören beispielsweise:
Auch Garnelen, Kaisergranat, Muscheln oder Flusskrebse können eine Fischsuppe oder einen mediterranen Fischeintopf hervorragend ergänzen.
Besonders interessant wird eine Fischsuppe, wenn mehrere Fischarten miteinander kombiniert werden.
Welcher Fisch eignet sich zum Räuchern?
Räuchern gehört zu den ältesten Methoden der Fischverarbeitung und sorgt gleichzeitig für ein unverwechselbares Aroma.
Zu den bekanntesten Räucherfischen gehören:
Und natürlich darf eine ganz besondere Räucherfischspezialität nicht fehlen: die Schillerlocke.
Sie wird aus den Bauchlappen des Dornhais hergestellt. Beim Räuchern erhalten diese ihre charakteristische eingerollte Form, die an die berühmten Locken Friedrich Schillers erinnert.
Welcher Fisch eignet sich für Anfänger?
Wer bislang nur selten Fisch zubereitet hat, sollte zunächst zu unkomplizierten Arten greifen.
Sehr anfängerfreundlich sind beispielsweise:
Lachs, Kabeljau, Seelachs, Zander und Rotbarsch.
Noch einfacher wird die Zubereitung mit einem bereits portionierten Filet oder einem Fisch-Loin.
Durch die gleichmäßige Dicke lässt sich ein Loin besonders gut garen. Gleichzeitig stammt es aus dem fleischigen Rückenbereich und bietet einen besonders komfortablen Fischgenuss.
Welcher Fisch ist besonders grätenarm?
Für viele Menschen ist die Anzahl der Gräten ein wichtiges Kaufkriterium.
Besonders komfortabel sind sorgfältig filetierte Fischarten sowie Loins.
Als vergleichsweise grätenarme Möglichkeiten kommen unter anderem Kabeljau, Seelachs, Lachs, Zander, Heilbutt und Seeteufel infrage – wobei auch bei einem Filet grundsätzlich einzelne Gräten vorhanden sein können.
Wer für Kinder eine besonders unkomplizierte Alternative sucht, greift gerne zu Klassikern wie Fischstäbchen, Fischstäbchen XXL, Seelachsplatten oder Alaska Naturformat.
Und manchmal muss Fischküche schließlich gar nicht kompliziert sein:
Fischstäbchen mit Kartoffelsalat und einer ordentlichen Portion Remoulade bleiben ein Klassiker, mit dem man gerade bei Kindern häufig wenig falsch macht.
Fettarmer oder fettreicher Fisch – was eignet sich wofür?
Auch der Fettgehalt beeinflusst die Zubereitung.
Fettreichere Fischarten wie Lachs, Makrele, Hering oder Aal besitzen einen kräftigeren Geschmack und bleiben bei vielen Zubereitungsarten besonders saftig.
Magerere Arten wie Kabeljau, Seelachs, Seehecht oder Zander besitzen dagegen ein feineres Aroma und lassen sich hervorragend mit Saucen, Gemüse und unterschiedlichen Gewürzen kombinieren.
Es gibt deshalb kein grundsätzliches „besser“ oder „schlechter“.
Entscheidend ist, welcher Fisch zum geplanten Gericht passt.
Tiefgekühlten Fisch vor der Zubereitung richtig auftauen
Auch die beste Fischart kann nur dann optimal gelingen, wenn sie vorher richtig behandelt wird.
Tiefgekühlten Fisch empfehlen wir möglichst langsam im Kühlschrank aufzutauen.
Dabei sollte der Fisch nicht dauerhaft im austretenden Tauwasser liegen.
Ein einfacher Trick:
Stellen Sie einen kleinen Teller umgedreht auf einen größeren Teller und legen Sie das Fischfilet darauf. Dadurch liegt der Fisch erhöht, während Tauwasser auf den größeren Teller ablaufen kann.
Gleichzeitig kann Luft um das Filet zirkulieren.
Dieses Prinzip eignet sich nicht nur zum Auftauen, sondern auch zur kurzfristigen Lagerung von frischem Fisch im Kühlschrank.
Frischen Fisch richtig lagern
Auch frischer Fisch sollte möglichst kühl aufbewahrt und zeitnah verarbeitet werden.
Gerade bei Frischfisch, der gekühlt und vakuumverpackt geliefert wurde, sollte die für das jeweilige Produkt angegebene Lagerung beachtet werden.
Wird der Fisch aus seiner Verpackung genommen, ist auch hier unser Teller-Trick praktisch:
Kleinen Teller umdrehen, auf einen größeren Teller stellen und den Fisch darauflegen.
So kann austretende Flüssigkeit ablaufen und der Fisch liegt nicht permanent darin.
Welcher Fisch passt zu welchem Gericht?
Als kleine Orientierung:
| Gericht | Besonders geeignete Fischarten |
|---|---|
| Fisch aus der Pfanne | Lachs, Kabeljau, Zander, Rotbarsch, Seehecht |
| Fisch vom Grill | Lachs, Dorade, Wolfsbarsch, Makrele, Thunfisch |
| Fisch aus dem Backofen | Kabeljau, Lachs, Dorade, Wolfsbarsch, Forelle |
| Gedünsteter Fisch | Kabeljau, Schellfisch, Scholle, Seezunge, Zander |
| Fischsuppe | Kabeljau, Seeteufel, Rotbarsch, Seehecht, Steinbeißer |
| Räucherfisch | Aal, Makrele, Forelle, Lachs, Hering |
| Festes Fischfleisch | Seeteufel, Steinbeißer, Thunfisch, Schwertfisch |
| Feiner Plattfisch | Seezunge, Scholle, Steinbutt, Heilbutt |
Fazit: Für jedes Gericht gibt es den passenden Fisch
Die Auswahl an Fisch und Meeresfrüchten ist riesig – und genau das macht Fischküche so abwechslungsreich.
Für den Grill dürfen es feste Arten wie Lachs, Dorade, Wolfsbarsch, Thunfisch oder Seeteufel sein. Für die Pfanne eignen sich beispielsweise Zander, Kabeljau und Rotbarsch, während Seezunge, Scholle und Schellfisch hervorragend für schonende Zubereitungsarten geeignet sind.
Wer es besonders unkompliziert möchte, greift zu portionierten Filets oder Loins. Und auch Garnelen und andere Meeresfrüchte sorgen für zusätzliche Abwechslung.
Entscheidend ist am Ende nicht die Frage, welcher Fisch grundsätzlich der beste ist, sondern:
Welcher Fisch passt am besten zu dem Gericht, auf das Sie gerade Appetit haben?
Und genau darin liegt das Schöne an der Fischküche – es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken.

